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amnesty international auf der Berlinale

Der Amnesty International Filmpreis auf den 55. Filmfestspielen in Berlin ging an den Spielfilm „Paradise Now“ des palästinensischen Regisseurs Hany Abu-Assad. Der Film erzählt von zwei jungen Männern in Nablus, die ausersehen wurden, Selbstmordattentate zu begehen.


„Paradise Now ist eine kleine Geschichte über einen großen Konflikt – moralisch, aber nicht moralisierend; berührend, aber nicht sentimental. Ein Film, der zur Auseinandersetzung zwingt, ohne belehrend zu sein. Ein Plädoyer dafür, dass jeder Einzelne einen Unterschied machen kann“, heißt es in der Begründung der Jury, die aus der Schauspielerin Nina Hoss, dem Filmproduzenten Christoph Friedel und Brita Lax, ai-Medienreferentin, bestand. Nina Hoss übergab den Preis am 19. Februar im Rahmen der Preisverleihung der Unabhängigen Jury an Regisseur Abu-Assad.



Pressemitteilung Filmpreis  Press Release Film Award


Preisverleihung ai-Menschenrechtsfilmpreis - Jurymitglied Nina Hoss
Preisverleihung
ai-Menschenrechtsfilmpreis: Jurymitglied Nina Hoss
Der Regisseur Hany Abu-Assad und der deutsche Produzent des Films, Gerhard Meixner (Razor Film)
Der Regisseur Hany Abu-Assad und der deutsche Produzent des Films, Gerhard Meixner (Razor Film)


Der ai-Filmpreis will dazu beitragen, dass Filme, die Menschenrechtsverletzungen reflektieren, oder eine Perspektive der Veränderung entwickeln, ein breites Publikum finden und Filmschaffende dazu ermutigen, sich dieses Themas verstärkt anzunehmen. Der ai-Filmpreis wurde bereits auf anderen internationalen Filmfestivals (Amsterdam, Rotterdam, Kopenhagen) verliehen.

Gemeinsam mit Lions Gate International und TOBIS lud amnesty international außerdem zu einem Empfang anlässlich der Europapremiere von „Hotel Ruanda“ ein. Der Film erzählt die wahre Geschichte des Hotel-Managers Paul Rusesabagina, der während des Völkermords in Ruanda über 1000 Flüchtlingen Obhut in seinem Hotel gewährte und sie damit vor der Hutu-Miliz rettete. So war es eine besondere Ehre, dass auf dem Empfang neben Regisseur Terry George und den Hauptdarstellern Don Cheadle (Paul) und Sophie Okonedo (Pauls Ehefrau Tatiana), die für ihre Darstellung beide für einen Oscar nominiert sind, auch Paul Rusesabagina persönlich mit seiner Familie anwesend war.

Der spannende und äußerst bewegende Film, bei dem auch weitere Hollywoodgrößen wie Nick Nolte und Joaquin Phoenix mitgewirkt haben, wird ab dem 7. April in Deutschland zu sehen sein.


letzte Aktualisierung: 1. März 2005

amnesty international

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