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Kampagnen & Aktionen
Gewalt gegen Frauen in bewaffneten Konflikten
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Die Opfer heutiger Kriege sind nicht mehr nur die Krieger, im Gegenteil: Es sind zu 80% die Zivilisten. Der Großteil davon sind Frauen. Dies allein macht die Frauen zur Risikogruppe, aber sie sind in bewaffneter Konflikten zunehmend speziellen Bedrohungen ausgesetzt. Eine Tatsache, die allzuoft ignoriert wird.
Frauen leiden besonders unter Vertreibung, sie werden als Kindersoldatinnen, Dienerinnen und Prostituierte missbraucht. Vor allem aber setzen Kriegsparteien systematische Vergewaltigungen zunehmend als Waffe ein. Die Gegenseite soll gedemütigt werden, die Frauen müssen mit den Folgen leben. Sie tragen körperliche und seelische Schäden davon, aber auch die Stigmatisierung einer vergewaltigten Frau. Diese Brandmarkung reduziert ihre gesellschaftliche Stellung noch weiter und erhöht gleichzeitig die Chance der Täter auf Straffreiheit.
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Mit dem Krieg endet aber nicht die Leidensgeschichte der Frauen. Auch nach Einstellung der Kampfhandlung werden Frauen Opfer von Gewalt – wie im Fall Kosovo gar von „friedenserhaltenden“ UN-Truppen. Zudem erweitert sich die Leidensgeschichte noch um eine politische Dimension. Die UN-Resolution 1325 aus dem Jahre 2000 fordert zwar eine Einbeziehung der Frauen in den politischen Wiederaufbauprozess, doch auch vermehrte Einflussversuche der Frauen blieben in vielen Fällen ignoriert.
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amnesty international zeigt in ihrem Bericht Lives blown apart – Crimes against woman in times of conflict diese verschieden Formen der Unterdrückung von Frauen in bewaffneten Konflikten auf. Der Bericht analysiert die mehrdimensionale Gewalt gegen Frauen. Die einzelnen Ausprägungen wie Vergewaltigung, Vertreibung oder die Problematik der Mädchensoldatinnen werden an Länderbeispielen aufgezeigt. Es werden aber auch Empfehlungen zum Ausweg aus der Krise gegeben und festgestellt: Nur über eine Beteiligung von Frauen und die Einbindung ihrer Interessen in den Wiederaufbau eines zerstörten Staates können die Menschenrechte für Frauen langfristig gesichert werden.
Der vollständige Bericht „Lives blown apart“
Länderbeispiele
[Irak: Kein Ende der Gewalt gegen Frauen]
[Kosovo: Die KFOR fördert die Zwangsprostitution im Kosovo]
[Ruanda: Zehn Jahre nach dem Genozid leiden Frauen immer noch unter den Folgen des Krieges]
[Sudan: Sexuelle Gewalt gegen Frauen als Kriegswaffe]
[Kolumbien: Zwischen allen Fronten - Sexuelle Gewalt gegen Frauen]
ai-Kampagne Hinsehen+Handeln: Gewalt gegen Frauen verhindern
Weitere Informationen auf Englisch
letzte Aktualisierung: 15. Dezember 2004
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