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10. OKTOBER - INTERNATIONALER TAG GEGEN DIE TODESSTRAFE

Der „Internationale Tag gegen die Todesstrafe“ wurde von der im Mai 2002 gegründeten „World Coalition against Death Penalty“ (WCADP) ins Leben gerufen. Neben amnesty international sind Anwaltskammern, Gewerkschaften, lokale und regionale Behörden sowie viele Nichtregierungsorganisationen Mitglieder der internationalen Koalition.


Noch immer halten 78 Länder weltweit an der Todesstrafe fest und wenden sie noch heute an. Seit 1995 hat amnesty über 15.000 Hinrichtungen in mehr als 60 Ländern der Erde registriert. Im Jahr 2003 sind mindestens 1.146 Menschen in 28 Staaten exekutiert worden.

Völlig unterschiedlich sind die Delikte, für die die Todesstrafe verhängt oder vollstreckt wird. Sie reichen von Mord, Drogenhandel, Kindesentführung und Raub über Wirtschaftsdelikte bis hin zu Prostitution und Ehebruch.


Hingerichtet wird durch Erhängen, Erschießen, elektrische Stromstöße, Giftspritzen, Enthaupten, Steinigen und in der Gaskammer.

Am 10. Oktober wird amnesty international auch in diesem Jahr mit zahlreichen anderen Organisationen für die weltweite Abschaffung der Todesstrafung eintreten.


Warum kämpft ai seit ihrer Gründung gegen die Todesstrafe?

Die Todesstrafe ist eine schwere Verletzung des Rechts auf Leben. Die Todesstrafe ist die unmenschlichste und grausamste Bestrafung – und sie ist unwiderruflich. Zahlreiche Fälle dokumentieren, dass unter anderem in den USA aufgrund von Justizirrtümern immer wieder unschuldige Menschen hingerichtet wurden. Oftmals müssen die Beschuldigten Jahrzehnte in einer Todeszelle auf ihre Hinrichtung warten.

Hinzu kommt die Tatsache, dass die Todesstrafe unverhältnismäßig oft bei Mitgliedern von religiösen und ethnischen Minderheiten vollzogen wird, wobei die Angeklagten in vielen Fällen willkürlich und ohne faires Gerichtsverfahren verurteilt werden.

Erfolgreicher Einsatz

Mit ihrem beharrlichen Einsatz gegen die Todesstrafe hat amnesty international nicht nur zahlreiche Menschen vor der Todeskammer retten können, sondern eine wachsende Anzahl von Regierungen überzeugt, dass dem von Amts wegen angeordneten Töten ein Ende gemacht werden muss.

amnesty ruft daher die Regierungen, die Todesstrafe noch immer vorsehen oder praktizieren, auf, alle Hinrichtungen sofort und auf Dauer zu stoppen, alle noch anhängigen Todesurteile umzuwandeln und die Todesstrafe aus den Gesetzen zu streichen.


Werden Sie aktiv!

Weitere Informationen:

Zahlen und Fakten über die Todesstrafe

Liste der Staaten mit und ohne Todesstrafe

Argumente gegen die Todesstrafe

letzte Aktualisierung: 8. Oktober 2004

amnesty international

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