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Kampagnen & Aktionen
23. Februar 2004
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HINTERGRUNDINFORMATIONEN
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Vor allem sogenannte Kleinwaffen sind weltweit leicht erhältlich, wenn nicht über legale Wege, dann über die grauen und schwarzen Kanäle der Waffenmakler. [siehe den Artikel "Schlupflöcher"]
Viele Waffen aus Überschussbeständen der einstigen Gegner im Kalten Krieg "vagabundieren" von Konfliktschauplatz zu Konfliktschauplatz – und die meisten dieser Waffen wurden ursprünglich einmal ganz legal exportiert.
Es gibt heute weltweit rund 639 Millionen Kleinwaffen. Und jedes Jahr werden 8 Millionen weitere produziert. Ohne strikte Kontrolle werden solche Waffen weiterhin gewalttätige Auseinandersetzungen, staatliche Unterdrückung, Verbrechen und Missbrauch im Privatbereich fördern.
Die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats - die USA, Großbritannien, Frankreich, Russland und China – profitieren am meisten von diesem mörderischen Handel.
Zusammen sind sie für 80 Prozent der bekannten konventionellen Rüstungstransfers verantwortlich.
Zwischen 1998 und 2001 verdienten die USA, Großbritannien und Frankreich mehr durch Waffenverkäufe an die Entwicklungsländer, als sie diesen an Entwicklungshilfe zahlten.
Lesen Sie unseren Bericht über Deutschland, Kleinwaffen und Afrika
Seit dem 11. September 2001 haben einige Länder die Kontrollen abgeschwächt, um ihre neu gefundenen Verbündeten gegen den Terrorismus zu bewaffnen. So hat zum Beispiel die US-Regierung ihre Militärhilfe für Dutzende bewaffnete Gruppierungen verstärkt. Darunter sind auch einige, bei denen sogar das US-Außenministerium bestätigt, dass sie Menschenrechte nur wenig respektieren.
Ob in englischen Stadtzentren, bei den Gangs in Rio de Janeiro oder in ländlichen Gemeinden Kenias – Waffen haben Hochkonjunktur. Weltweit gibt es Anzeichen für einen langfristigen gesellschaftlichen Mentalitätswandel, der zunehmend zur Akzeptanz von Waffen im Alltag vieler Gemeinden und Städte und einer Kultur der Waffe als Statussymbol oder "Produktionsmittel" führt. In Ländern, in denen das Tragen von Waffen schon immer zur Tradition gehört, haben neue tödlichere Waffen Pfeil und Bogen ersetzt. Es gibt mehr Waffen denn je, und sie sind billiger denn je – und sie treten immer häufiger als Todesursache auf.
Käufer und Verkäufer
Die Waffenindustrie ist anders als jede andere Industrie. Sie macht ihre Gewinne mit Maschinen, die dafür bestimmt sind, Menschen zu töten oder zu verstümmeln.
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