suchen / sitemap / kontakt / shop
suchen  

Kampagnen & Aktionen

DR KONGO: DAS BLUTVERGIESSEN MUSS BEENDET WERDEN



In den vergangenen Wochen haben in den Provinzen Ituri und Kivu der Demokratischen Republik Kongo zahlreiche blutige Auseinandersetzungen stattgefunden. Die humanitäre Situation, die bereits zuvor katastrophal war, hat sich durch die erneuten Kämpfe noch einmal dramatisch verschärft: Schätzungen zufolge haben bisher mehr als 3,3 Millionen Menschen aufgrund der Unruhen ihr Leben verloren, die meisten von ihnen durch vermeidbare Krankheiten und Unterernährung. Mehr als 2,25 Millionen Menschen sind vertrieben worden, viele von ihnen befinden sich weit entfernt von humanitären Einrichtungen und der Hilfe internationaler Organisationen.


Der Krieg im Osten der Demokratischen Republik Kongo ist eine menschenrechtliche und humanitäre Katastrophe von gewaltigem Ausmaß. Im Osten der DR Kongo wurden ganze Dörfer angegriffen, die Einwohner getötet, vergewaltigt, vertrieben und verschleppt. In vielen Gegenden wurden Häuser, Felder, Gesundheitseinrichtungen, Lebensmittelläden - alles, was das Überleben sichert -geplündert oder zerstört.

Die für diese Verbrechen verantwortlichen bewaffneten Gruppen aus dem Kongo, Ruanda und Uganda werden von den Regierungen ihrer jeweiligen Länder unterstützt. Obwohl alle Truppen Kindersoldaten rekrutieren und entsetzliche Menschenrechtsverletzungen begehen, fahren diese drei Regierungen fort, sie mit Waffen und Ausrüstungen zu beliefern. Darüber hinaus betreiben die Regierungen Übungen und andere Formen des militärischen und politischen Supports.



Der Einsatz einer internationalen UN-Eingreiftruppe im Mai 2003 konnte die Lage in der Stadt Bunia beruhigen, nicht verbessern konnte sie jedoch die Situation in den anderen Teilen der Provinz Iuri sowie in der Provinz Kivu. Im September 2003 läuft das Mandat der UN-Truppe ab. ai ist ernsthaft besorgt, dass die ständige UN Militärmission (MONUC) nicht in der Lage sein wird, die Eskalation der Gewalt zu verhindern, bzw. unfähig sein wird, für einen nachhaltigen Schutz der zivilen Bevölkerung zu sorgen.


Weitere Informationen zum Thema

Hintergrundinformationen zum Krieg im Kongo

Hilfe nach dem Gießkannenprinzip (ai-JOURNAL 7/2003)
Schmutzige Geschäfte (ai-JOURNAL 12/2002)
Jahresbericht 2003/DR Kongo


Werden Sie aktiv - Unterstützen Sie unsere Forderungen:

Unterschreiben Sie unsere internationale Petition und fordern Sie die Regierungen der Demokratischen Republik Kongos, Ruandas und Ugandas auf,

  • alle Formen der Unterstützung bewaffneter Gruppen im Osten der DR Kongos einzustellen;
  • ihren Einfluss gegenüber diesen Gruppen zu nutzen, damit diese das internationale Völkerrecht einhalten, das Töten, Folter bzw. die grausame Behandlung von Zivilisten und den Einsatz von Kindersoldaten verbietet;
  • all jene innerhalb ihres Zuständigkeitsgebietes zur Verantwortung zu ziehen, die in der DR Kongo Menschenrechtsverbrechen begangen haben und internationale Untersuchungsmissionen zu diesen Vergehen voll und ganz zu unterstützen.

Unterschreiben Sie unsere online-Petition



amnesty international

Zurück Druckversion

amnesty international, Sektion der Bundesrepublik Deutschland e.V., 53108 Bonn
Telefon: 0228/983 73-0 - Telefax: 0228/63 00 36
Spendenkonto: 80 90 100 - Bank für Sozialwirtschaft - BLZ 370 205 00

E-mail:info@amnesty.de