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Mahnwache für inhaftierten ägyptischen Blogger

Freiheit für Karim Amer! Anlässlich des weltweiten Aktionstages aus Solidarität mit Karim Amer hielten amnesty-Mitglieder am 27. April 2007 gemeinsam mit Vertretern der Internetkampagne freekareem.org eine Mahnwache vor der ägyptischen Botschaft in Berlin ab. Sie forderten die sofortige Freilassung des Bloggers. Der Ägypten-Experte von ai und ein Vertreter der Internetkampagne konnten mit dem ersten Sekretär der ägyptischen Botschaft über die Verurteilung Karim Amers und die Meinungsfreiheit in Ägypten sprechen. Sie übergaben ihm einen gemeinsamen Appell für die Freilassung Karim Amers.

ai-Aktivisten vor der Ägyptischen Botschaft in Berlin
ai-Aktivisten vor der Ägyptischen Botschaft
Vier Jahre Haft, so lautete das Urteil gegen den ägyptischen Jurastudenten Abdel Karim Nabil Suleiman, der unter seinem Bloggernamen Karim Amer bekannt ist. Das Urteil gegen Amer ist ein Schlag gegen die Meinungsfreiheit in Ägypten. Es ist als Warnung an diejenigen Internetnutzer und Blogger in Ägypten zu verstehen, die die Regierung kritisieren und Informationen über Menschenrechtsverletzungen über das Internet verbreiten.

In Ägypten werden zunehmend Informationen über Menschenrechtsverletzungen sowie Berichte über Folter und Polizeigewalt gegen friedliche Demonstranten in Internetblogs ausgetauscht. Durch die Blogs und die internationale Berichterstattung entsteht eine Öffentlichkeit, die den Druck auf die ägytischen Behörden erhöht, Untersuchungen über die Foltervorwürfe einzuleiten.

Bereits im Oktober 2005 hatten die ägyptischen Behörden Karim Amer festgenommen. Grund dafür waren seine Äußerungen über religiöse Unruhen in Alexandria und über den Islam in seinem Internetblog (Karam903.blogspot.com). Amer wurde zwar wieder freigelassen, die al-Azhar Universität exmatrikulierte den jungen Studenten jedoch wegen "Blasphemie" und erstattete Anzeige gegen ihn. Karim Amer wurde wegen der „Aufhetzung zum Hass gegen den Islam“ und der „Diffamierung des ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak“ zu vier Jahren Haft verurteilt.

letzte Aktualisierung: 04. Mai 2007

amnesty international

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