suchen / sitemap / kontakt / shop
suchen  

Pressemitteilung

Folter durch amerikanische und britische Soldaten

ai: Koalitionstruppen foltern seit Monaten - nicht nur im Irak

ai-Berichte belegen Folter im Irak seit Juli 2003 / ai berichtet auch von Folter und Mishandlungen in Afghanistan und in Guantánamo / Alles keine Einzelfälle / Alle Foltervorwürfe müssen sofort umfassend und unabhängig untersucht werden

Berlin, 5. Mai 2004 - Die Fotos von Folterungen im Irak durch Angehörige der Besatzungstruppen bebildern, was amnesty international seit Monaten öffentlich gesagt hat – und dies nicht nur zum Irak. ai hat auch dokumentiert, dass es auf dem amerikanischen Luftwaffenstützpunkt Bagram in Afghanistan zu Todesfällen gekommen ist, die auf Folter hindeuten. Ehemalige Gefangene aus dem US-amerikanischen Lager Guantánamo auf Kuba berichten von folterähnlichen Verhörmethoden. Bereits im Juli 2003 - und erneut im März 2004 - hat ai öffentlich gemacht, dass sowohl US-amerikanische wie britische Angehörige der Besatzungstruppen im Irak wiederholt Gefangene gefoltert haben. Mindestens vier Gefangene sind in der Haft gestorben. In mindestens einem Fall scheint die Todesursache Folter und Misshandlung gewesen zu sein. Alle Berichte machen deutlich: Es geht um mehr als nur um Einzelfälle.

Folter ist eine der schlimmsten Menschenrechtsverletzungen und ist vom Völkerrecht in absoluter Form geächtet. ai fordert dringend eine umfassende unabhängige und unparteiische Untersuchung aller Foltervorwürfe gegen die Koalitionsstreitkräfte. Die Schuldigen müssen bestraft, die Opfer oder ihre Angehörigen entschädigt werden. Die Verantwortlichen müssen sicherstellen, dass sich alle Angehörigen ihrer Streitkräfte an die Genfer Konventionen halten. Allen Gefangenen müssen menschenwürdige Haftbedingungen garantiert sein. Ihnen muss Kontakt zu Anwälten und zu Familienangehörigen gestattet sein. Sie sind binnen angemessener Frist anzuklagen oder freizulassen.

Ausführliche Informationen mit Links zu den genannten ai-Berichten vom Juli 2003 und März 2004 finden Sie auf der Homepage der deutschen ai-Sektion: http://www.amnesty.de

Für Nachfragen und Interviewwünsche wenden Sie sich bitte an die ai-Pressestelle, Meike Zoega oder Dawid D. Bartelt, Tel. 030 - 420248-306, E-mail: presse@amnesty.de


amnesty international

Zurück Druckversion

amnesty international, Sektion der Bundesrepublik Deutschland e.V., 53108 Bonn
Telefon: 0228/983 73-0 - Telefax: 0228/63 00 36
Spendenkonto: 80 90 100 - Bank für Sozialwirtschaft - BLZ 370 205 00

E-mail:info@amnesty.de