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SUDAN: Die Regierung muss mit dem Internationalen Strafgerichtshof kooperieren



Tausende sudanesische Frauen und Mädchen wurden seit Ausbruch des Konfliktes in der Region Darfur 2003 vergewaltigt und Opfer anderer Formen sexueller Gewalt. Eine UNO - Untersuchungskommission bezeichnete diese Misshandlungen in einem Bericht vom Februar 2005 als Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Auch die laufenden Ermittlungen des Internationalen Strafgerichtshofes (ICC) ergaben eine hohe Zahl von Massenvergewaltigungen und anderen Formen schwerwiegender geschlechtsspezifischer Gewalt.


Trotzdem weigern sich die sudanesischen Behörden bis heute der Aufforderung des ICC nachzukommen, Verdächtige zu verhaften und zu überstellen sowie Untersuchungen des Strafgerichtshofes in Darfur zu ermöglichen. Statt dessen wurde ein nationaler Gerichtshof zur Aufklärung kriegsbedingter Verbrechen eingerichtet. Doch das sudanesische Rechtssystem macht es Opfern sexueller Gewalt nahezu unmöglich, Gerechtigkeit zu erlangen. So wird z.B. von Frauen, die Anzeige wegen Vergewaltigung stellen, verlangt, dass ihre Aussage von vier männliche Zeugen bestätigt wird.


Der Sudan hat das Römische Statut des ICC zwar unterzeichnet, aber nicht ratifiziert. Doch schon durch die Unterzeichnung hat sich die Regierung des Sudan dazu verpflichtet, das Statut zu achten. Außerdem muss die sudanesische Regierung auf Grundlage der Resolution 1593 des UN-Sicherheitsrates aus dem Jahr 2005 mit dem ICC kooperieren.

[Weitere Informationen zur dramatischen Menschenrechtslage im Sudan und dem angrenzenden Tschad]



Um das Video zu "Gewalt gegen Frauen verhindern" sehen zu können, brauchst du auf deinem Computer einen Flash Player 7 oder höher. Außerdem muß dein Browser Javascript zulassen.

Auch Schauspieler Don Cheadle unterstützt die Forderung nach Gerechtigkeit für die Opfer von Verbrechen gegen die Menschlichkeit.


Schicken Sie bitte eine Postkarte an Omar al Bashir, Präsident des Sudan, in der Sie ihn und seine Regierung auffordern:
  • vollständig mit dem Internationalen Strafgerichtshof zu kooperieren, damit diejenigen, die für Vergewaltigungen und andere Formen sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt verantwortlich sind, zur Rechenschaft gezogen werden.
  • das Römische Statut ohne Verzögerung zu ratifizieren und anzuwenden.


Adresse
His Excellency Lieutenant-General
Omar Hassan al-Bashir
President of the Republic of Sudan
President’s Palace
PO Box 281
Khartoum
Sudan


Ja. ich habe an dieser Aktion teilgenommen



letzte Aktualisierung: 15. September 2006

amnesty international

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