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Bundesweit ai-Aktionen zu Myanmar

Mahnwachen in Heidelberg und Hamburg, ein Benefiz-Konzert in Berlin, ein Info-Stand in Göttingen: Anlässlich des Internationalen Studentenrechtstages am 17. November und des ASEAN-Gipfels am 19. November in Singapur organisieren die Hochschulgruppen von amnesty international in mehr als 17 deutschen Städten Aktionen zu Myanmar. Die Studenten fordern die Freilassung der in Myanmar festgenommenen ehemaligen Studentenführer. Nach Informationen von ai wurden in Myanmar in den vergangenen Wochen mehr als 700 Menschen aus politischen Motiven inhaftiert.

„Nach der blutigen Niederschlagung der friedlichen Demonstrationen geht die Militärjunta in Myanmar weiter brutal gegen Regimekritiker vor“, erklärte Benjamin Titze vom Studierenden-Aktionsnetzwerk von ai. „Willkürliche Verhaftungen, Geiselnahmen, Schläge und Folter von Gefangenen sowie das ‚Verschwindenlassen’ missliebiger Personen sind an der Tagesordnung.“

ai dokumentiert seit langem schwere Menschenrechtsverletzungen in Myanmar. Mehr als 1.160 politische Gefangene sitzen unter menschenunwürdigen Bedingungen in Haft. Folter, Hunger und Zwangsarbeit sind in Gefängnissen die Regel. Kindersoldaten werden zwangsrekrutiert. Ethnische Minderheiten werden unterdrückt, aus ihren Dörfern vertrieben und zu Zwangsarbeit verpflichtet. In den Die Rechte auf freie Meinungsäußerung, Pressefreiheit und faire Verfahren werden systematisch verletzt.

Der Internationale Studentenrechtstag erinnert an den 17. November 1939, als die Nationalsozialisten in Prag tausende tschechische Studenten verhafteten und in Konzentrationslager deportierten.

letzte Aktualisierung: 15. November 2007


amnesty international

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