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1. Seien Sie stets höflich. Diese Regel ist wichtig und gilt für alle Briefe. Ihr Ziel ist es, einem Gefangenen zu helfen, nicht Ihre persönlichen Gefühle auszudrücken. Regierungen reagieren nicht auf beleidigende oder verurteilende Briefe (seien sie auch verdient).

2. Gehen Sie davon aus, dass die angesprochene Regierung bereit zur vernünftigen Diskussion ist.

3. Wenn möglich sollten Sie auf den als gemäßigt und gerecht geltenden Ruf des Landes hinweisen, um Respekt für seine Verfassung und seine gerichtlichen Abläufe zu bezeugen und Verständnis für momentane Schwierigkeiten zu zeigen. Dies gibt Ihnen mehr Spielraum für Verbesserungsvorschläge der Menschenrechtssituation.

4. Befolgen Sie genau die Anweisungen, die amnesty international im fraglichen Fall gibt. Fordert der Appell zum Beispiel dazu auf, sich für die medizinische Behandlung eines Gefangenen einzusetzen, dann fordern Sie nur dies - und nicht eine Beschleunigung des Verfahrens oder eine Freilassung, die in anderen Fällen angebracht ist.

5. Verwenden Sie nie eine politischen Jargon. Vermitteln Sie nicht den Eindruck, dass sie aus ideologischer oder politischer Gegnerschaft zur fraglichen Regierung Briefe schreiben. Die Betonung eines nicht politisch basierten Menschenrechtsanliegens - im Zusammenhang mit Grundprinzipien des internationalen Rechts - ist wesentlich effektiver.

6. Eine Vorstellung Ihrer Person ist angebracht. Damit zeigen Sie, dass Ihr Brief ein Original ist und geben zu Verstehen, dass Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft sich für die Ereignisse in dem betreffenden Land interessieren.

7. Wenn Sie besondere Interessen an oder Verbindungen zum Land haben, können Sie das in Ihrem Schreiben erwähnen.

8. Fassen Sie sich kurz. Ein einzeiliger Brief reicht oft aus und ist sicherlich besser, als gar kein Brief. Ihr Brief sollte nicht mehr als eine Seite lang sein. Längere Briefe sind nur in Ausnahmefällen angebracht.

amnesty international

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