Mexiko:
Lehrer, Lehrerinnen und Mitglieder der Lehrergewerkschaft „Sindicato Nacional de Trabajadores de la Educación“ (SNTE) im Bundesstaat Oaxaca
und deren Familien
amnesty international liegen inzwischen weitere Informationen über die gewalttätigen Zusammenstöße vom 14. Juni 2006 vor, als die Polizei des Bundesstaates Oaxaca auf dem zentralen Platz der gleichnamigen Stadt eine Demonstration streikender Lehrer auflösen wollte. Bei den Auseinandersetzungen wurden sowohl Demonstranten als auch Polizisten verletzt, inzwischen ist allerdings bekannt, dass entgegen urspünglichen Meldungen niemand ums Leben gekommen ist.
Die Polizei des Bundesstaates nahm zehn Lehrer fest, und mindestens sechs Polizisten wurden während der versuchten Räumung des Geländes von streikenden Lehrern festgehalten. Am 15. Juni 2006 leitete das Innenministerium Gespräche zwischen den Konfliktparteien ein, in deren Verlauf die Regierung von Oaxaca zustimmte, zehn Gefangene freizulassen und 25 Haftbefehle auszusetzen, die gegen einige führende Mitglieder der Lehrergewerkschaft ausgestellt worden waren.
Nach wie vor halten streikende Lehrer den zentralen Platz und die umliegenden Straßen von Oaxaca besetzt. Die Situation ist weiterhin angespannt, und es gibt noch keine Anzeichen dafür, wann der Konflikt gelöst werden kann. amnesty international wird die Situation weiter aufmerksam beobachten, insbesondere im Hinblick auf weitere Versuche, Protestaktionen streikender Lehrkräfte aufzulösen.
Weitere Appelle der Teilnehmer am Eilaktionsnetz sind derzeit nicht erforderlich. Vielen Dank allen, die sich an dieser Eilaktion beteiligt haben.