Sudan:
Abdallah Musa Abdallah, Generalsekretär der Oppositionspartei „Beja Congress“ im Bundesstaat
„Rotes Meer“
Dr. Mahmoud Osman Ibrahim, 45-jähriger Generalsekretär der “Beja Congress”
in der Stadt Kassala
Hashem Ali Dura
Abdel Rahim Ali Bur’i
Dr. Onour Seedy (Name korrigiert)
Mohamed Al-Amin Mohamed Tahir
Mohamed Habib Mohamed Tahir
Dirar Mohamed Dirar (alias Shiba)
Aderob Bakkash, 22-jähriger Student
Khalifa Omar Ohajj, 23-jähriger Student
Ali Hussein Ali, 40-jähriger Freiberufler
Mohamed Samra, 40-jähriger Freiberufler
Hussein Adam, 35 Jahre alt
Hashim Odis
Omer Bamkar
Taj Alsir Badri
Mohamed Musa Issa
Alle 17 oben genannten Männer sind inzwischen wieder auf freiem Fuß. Wie inzwischen bekanntgeworden ist, kam Dr. Mahmoud Osman Ibrahim bereits im April dieses Jahres frei. Die übrigen Männer wurden am 30. Juni 2005 nach fast sechs Monaten ohne Anklage oder Prozess aus der Haft entlassen. Der sudanesische Staatspräsident versprach an dem Tag, alle politischen Gefangenen freizulassen und den landesweiten Ausnahmezustand aufzuheben, der aber in Darfur und dem Ostteil des Landes weiter in Kraft bleibt.
Die Demonstrationen am 26. Januar 2005 verliefen friedlich und gipfelten in der Übergabe einer Liste von Forderungen an den Gouverneur des Bundesstaates „Rotes Meer“. Ihm wurde eine Frist von 72 Stunden gesetzt, um darauf zu reagieren. Nicht friedlich verlief hingegen der 29. Januar 2005, als bewaffnete Sicherheitskräfte offenbar scharfe Munition gegen die Demonstranten einsetzten, weil die Kundgebung angeblich zu eskalieren drohte. Die Sicherheitskräfte beschossen daraufhin auch Häuser außerhalb des Demonstrationsortes und warfen Berichten zufolge außerdem Granaten. Dabei wurden Anwohner verletzt, darunter auch Kinder. Mindestens 20 Menschen starben. Die meisten der Festgenommenen kamen kurze Zeit später wieder frei, die oben genannten Männer jedoch nicht.
Vielen Dank allen, die Appelle geschrieben haben. Weitere Aktionen seitens der Teilnehmer am Eilaktionsnetz sind nicht erforderlich.